Dynamisches Sitzen: Den Rückenschmerzen den Kampf ansagen

lchelnde frau am arbeitsplatz lehnt sich entspannt zurck

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Mittlerweile führt jede vierte Krankmeldung in Deutschland auf eine Muskel-Skelett-Erkrankung zurück. Keine große Überraschung, weil die meisten Betroffenen falsch sitzen und sich am Arbeitsplatz kaum bewegen. Besonders betroffen sind jene, die den ganzen Tag an den Schreibtisch gebunden sind und dort ihre Arbeit verrichten müssen. Dynamisches Sitzen hilft dabei, den Rückenschmerzen vorzubeugen und sogar das Schlaganfallrisiko zu minimieren.

Falsche Bewegung fördert schlimmere Krankheiten

Büromitarbeiter sitzen rund 9 Stunden am Tag und bewegen sich kaum dabei. Das statische Sitzen sorgt nicht nur für Rücken- und Nackenverspannungen, ferner verlieren Muskeln ihre Kraft und das Schlaganfallrisiko erhöht sich. Richtig sitzen lernen und genügend Bewegungseinheiten in den Tag einbauen, fördert die Gesundheit ungemein. Auch falsche Bürostühle oder zu hohe Schreibtische sind oft schuld daran, dass das Sitzen nicht der Ergonomie entspricht. Ein Möbeltausch lohnt sich durchaus, weil diese das dynamische Sitzen unterstützen.

Was ist der Unterschied zwischen dynamischen und statischen Sitzen?

 

Statisch heißt, jemand sitzt, ohne sich zu bewegen, stets in der gleichen Position. Wer viel am Computer arbeitet, nimmt den ganzen Tag die gleiche Haltung ein. Die Augen sind auf den Bildschirm gerichtet und der Rücken meist nicht gerade. Im Gegenteil, viele lungern direkt am Schreibtisch und wissen nach einer Zeit nicht mehr, wie sie ohne Schmerzen sitzen sollen. Dynamisches Sitzen bedeutet, dass zwischendurch ein Körperpositionswechsel stattfindet. Ferner werden die Beine bewegt, gestreckt, man rekelt sich und sorgt für Dehnungsübungen.

Wer statisch sitzt, riskiert:

  • Muskelschmerzen
  • eine Muskelverkürzung
  • führt zu einer Dysbalance
  • die Konzentration nimmt ab
  • Haltungsschäden
  • Verdauungsprobleme
  • Verspannungen am ganzen Körper

Dynamisches Sitzen ist förderlich:

  • Hilft beim Entspannen
  • Die Muskulatur wird entlastet
  • Steigert die Leistungsfähig
  • Längere Konzentration möglich
  • Besser Durchblutung
  • Ideale Haltung
Ergonomische Möbel fördern das dynamische Sitzen

Wer viel am Schreibtisch sitzt, sollte hier auf gute Qualität setzen. Das gilt für das Home-Office wie auch für ein Großraumbüro. Wenn Unternehmen hier an der falschen Stelle sparen, müssen diese irgendwann mit häufigeren Krankmeldungen rechnen.

Der ideale Bürostuhl

Ein optimaler Bürostuhl besitzt eine Rückenlehne, welche zwischen 36 und 48 cm breit ist. Diese lässt sich nach vorne oder nach hinten neigen. Solch ein Stuhl weist ferner eine Federmechanik auf, die sich der Körperhaltung optimal anpasst. Bequem nach hinten lehnen ist möglich, dennoch bleibt der Rücken gestützt. Zu Anfang ist diese Sitzposition für die meisten ungewöhnlich, jedoch gewöhnt sich die Muskulatur daran. Die Sitzfläche an sich sollte zwischen 40 und 48 cm liegen und ebenso verstellbar sein. Bei einer sogenannten Synchronmechanik passt sich die Sitzfläche automatisch der Rückenlehne an, für ergonomisches Arbeiten, das Spaß macht. Die Armlehnen sollten ebenso verstellbar sein und die Rollen stabil, dass ein Kippen nicht möglich ist. Stets kommt es beim Bürodrehstuhl auf das optimale Zusammenspiel der einzelnen Komponenten an.

Der ideale Schreibtisch

Der Schreibtisch ist entweder höhenverstellbar oder zumindest 72 cm hoch. Die Arbeitsfläche beträgt mindestens 160×80 cm und die Schreibtischkante ist gerade, dass ein Sitzen direkt am Schreibtisch möglich ist. Unterm Tisch sollte genug Platz für die Beine sein, sodass diese zwischendurch in Bewegung bleiben.

Dynamische Sitzpositionen für eine gesunde Haltung

Dynamisches Sitzen müssen die meisten erst lernen, weil viele Menschen bereits an Haltungsschäden leiden. Es empfiehlt sich sogar, eine spezielle Rückenschule zu besuchen, um der Muskulatur etwas Gutes zu tun.

Die Grundposition ist eine gerade Sitzhaltung. Die Ober- und Unterarme bilden beim Tastaturtippen einen rechten Winkel. Eine abfallende Sitzfläche entlastet das Becken ein wenig und sorgt für noch bessere Arbeitsleistungen. Die Entlastungshaltung zwischendurch erfolgt direkt auf dem Tisch. Den Oberkörper nach vorne beugen und die Arme auf dem Schreibtisch abstützen. Ebenso empfiehlt es sich, gerade zu sitzen und die Ellenbogen am Oberschenkel auf zu legen. Die mitgehenden Rückenlehnen der Bürostühle sorgen ferner für Entspannung. Einfach nach hinten lehnen und entspannen. Dynamisches Sitzen ersetzt jedoch niemals die notwendigen Bewegungseinheiten. Mindestens einmal in der Stunde aufstehen, eine Runde durchs Büro spazieren gehen oder leichte Gymnastikübungen für den Rücken sorgen ferner für eine gute Muskulatur.

Fazit: Dynamisch Sitzen bedeutet quasi, die Sitzposition zwischendurch verändern, sodass die Muskulatur in Bewegung bleibt. Wichtig ist dennoch, dass immer eine ergonomische Haltung eingenommen wird.

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